Ladenburg: Großbrand richtet Millionenschaden an

Ladenburg – Mehr als 180 Einsatzkräfte waren bei einem Großbrand am Mittwochabend (19.07.) in der Industriestraße gefordert. Gegen 17.45 Uhr gingen die ersten Notrufe bei der Leitstelle Rhein-Neckar ein. Innerhalb kürzester Zeit befanden sich die drei zusammenhängenden Lagerhallen in Vollbrand. Eine massive Rauchwolke lag über der Einsatzstelle und zog in Richtung Schriesheim. Anwohner wurden über die KATWARN-App aufgefordert, Fenster und Türen vorsichtshalber geschlossen zu halten. Um 22.03 Uhr hob die Einsatzleitung die entsprechende Warnmeldung auf – die Gefahr war somit also gebannt.

Wie die Polizei mitteilte, befand sich zum Zeitpunkt des Brandausbruchs ein Mann in einer der Hallen. Der 49-Jährige erlitt Brandverletzungen und musste nach der Erstbehandlung in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Die Feuerwehrleute konzentrierten sich in der Anfangsphase zunächst darauf, ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Gebäude zu verhindern, was durch den intensiven Löscheinsatz gelang. Gegen 19.30 Uhr galt der Brand als unter Kontrolle. Die betroffene Lagerhalle besitzt eine Fläche von etwa 1.500 Quadratmetern. Neben Rettungsdiensten und Polizei befanden sich einige Freiwilligen Feuerwehren aus dem gesamten Rhein-Neckar-Kreis vor Ort. Die Temperaturen brachte die Leute an ihre Grenzen.

Neben den Lagerhallen selbst wurden in einer dortigen Kfz-Werkstatt abgestellte Fahrzeuge in Mitleidenschaft gezogen, so die Polizei. Die Beamten schätzen den entstandenen Gesamtschaden auf mehrere Millionen Euro. Warum der Brand ausbrach, steht noch nicht fest. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Da das Gebäude einsturzgefährdet ist, kann dieses aus Sicherheitsgründen aktuell nicht betreten werden. Absperrmaßnahmen und Verkehrslenkung übernahm das Polizeirevier Ladenburg. Eine Gefährdung für die Bevölkerung bestand nicht. Durchgeführte Schadstoffmessungen in der Umgebung ergaben demnach keine erhöhten Werte.

Bilder: Viernheimer Nachrichten; Freiwillige Feuerwehr Weinheim
Text: Daniel Klier (Feuerwehren Metropolregion Rhein-Neckar)