Lingenfeld: Gebäude in Vollbrand / Großeinsatz für die Feuerwehr

Lingenfeld – Zum Glück keine Verletzten waren bei einem Gebäudebrand am Dienstagvormittag (10.01.) in der Jahnstraße zu beklagen. Gegen 10.34 wurde das Feuer gemeldet. Schon kurze Zeit später befanden sich die ersten Einsatzkräfte vor Ort und stellten Flammen im Dachbereich fest. Durch den schnellen Einsatz konnte ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Häuser verhindert werden. Vorsichtshalber wurden Anwohner aufgefordert, wegen der starken Rauchentwicklung Fenster und Türen zeitweise geschlossen zu halten.

Weil sich die Löscharbeiten sehr hinzogen, war der Einsatz erst um 17 Uhr beendet. Die Brandschützer mussten teilweise das Dach abdecken, um alle Glutnester löschen zu können. Hierfür kam der Teleskogelenkmast der Germersheimer Wehr zum Einsatz. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Diese gestalten sich jedoch schwierig. Das Wohnhaus könnte einstürzen. Wie hoch genau der entstandene Sachschaden ist, ist bislang unklar. Den Fokus mussten die Einsatzkräfte zudem wegen Schnee und Glätte besonders auf den Bereich Sicherheit legen. Nur so war ein professionelles Arbeiten ohne weitere Zwischenfälle gegeben. Neben dem Rettungsdienst waren die Feuerwehren Lingenfeld, Lustadt, Westheim, Rülzheim, Schwegenheim und Germersheim anwesend.

Update 11.01., 15.02 Uhr: Das Feuer brach in einem im Hof des Anwesens befindlichen Unterstand aus, in dem Kartonagen gelagert werden. Von hier aus breiteten sich die Flammen auf das Wohngebäude aus, an welchem Totalschaden entstand. Da auch die Nebengebäude durch das Feuer beeinträchtigt wurden, beläuft sich der geschätzte Gesamtschaden auf etwa 450.000 Euro.

Im Auftrag der Staatsanwaltschaft Landau wurde ein Brandsachverständiger beauftragt, der den Brandort heute begutachten konnte. Hierbei waren keine Hinweise auf einen technischen Defekt zu erlangen. Als Brandursache dürfte der Umgang mit offener Flamme oder Glut in Betracht kommen. Die diesbezüglichen Ermittlungen dauern an.

Bilder: Freiwillige Feuerwehr Germersheim
Text: Daniel Klier (FW MRN); Kriminalinspektion Landau

 

 

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