Ludwigshafen: Rettungsgasse auf der A 61 blockiert / Polizei verärgert

Ludwigshafen (ots)  –   Am Samstagnachmittag (28.10.) kam es auf der BAB 61  dem Autobahnkreuz Ludwigshafen und dem Autobahnkreuz Frankenthal zu einer Behinderung eines Einsatzfahrzeuges der Polizeiautobahnstation Ruchheim. Augrund eines hohen Verkehrsaufkommens staute sich der Verkehr auf der Autobahn in diesem Bereich. Um eine Verkehrsunfallstelle zügig zu erreichen, nutzte der Funkstreifenwagen unter Einsatz von Blaulicht und Signalhorn die Rettungsgasse zwischen den stehenden Fahrzeugen.

Die Einsatzfahrt wurde durch den Fahrer eines weißen Mercedes-Sprinter, der sich mittig auf der linken Fahrspur befand, dermaßen behindert, dass die Fahrt kurzfristig, bis zum kompletten Stillstand, unterbrochen werden musste. Erst die beherzte Reaktion eines Lkw-Fahrers, der bereits zuvor vorschriftsmäßig auf der rechten Fahrspur seiner Pflicht eine Rettungsgasse zu bilden nachgekommen war, ist es zu verdanken, dass die Einsatzfahrt fortsetzt werden konnte.

Der Lkw-Fahrer steuerte sein Fahrzeug auf den Standstreifen und ermöglichte so dem Polizeifahrzeug über die rechte Fahrspur an dem Mercedes Sprinter vorbei zu kommen. Erst als das Einsatzfahrzeug neben dem Mercedes war, bemerkte der Fahrer die Polizei und steuerte sein Fahrzeug nach links in Richtung der Mittelschutzplanke. Ein zweites Polizeifahrzeug der Polizeiautobahnstation befand sich in unmittelbarer Nähe und konnte den Mercedes Fahrer einer Verkehrskontrolle unterziehen. Der uneinsichtige 47-jährige Fahrer rechtfertige sich, er habe mit seinem Chef telefoniert und dann erst die Polizei wahrgenommen.

Den Fahrer erwartet nun eine Geldbuße von 240 Euro und ein einmonatiges Fahrverbot wegen des „Nichtbildens einer Rettungsgasse“ und der Behinderung eines Einsatzfahrzeuges. Die Polizeiautobahnstation Ruchheim möchte bei dieser Gelegenheit noch einmal darauf hinweisen, dass die automatische Bildung einer Rettungsgasse im Stau nicht nur verpflichtend ist, sondern in einzelnen Fällen auch lebensrettend sein kann.

Symbolbild: ADAC
Text: Polizeiautobahnstation Ruchheim

8 Gedanken zu “Ludwigshafen: Rettungsgasse auf der A 61 blockiert / Polizei verärgert

  1. Ich höre davon immer wieder und denke, dass es nicht an den Strafen liegt. Scheinbar wissen viele gar nicht mehr, wie eine Rettungsgasse richtig gebildet wird. Manch einer ist allerdings auch nur penetrant und verweigert sich. Da muss mehr für die Prävention getan werden. Aber die Rücksichtslosigkeit im Straßenverkehr nimmt auch immer mehr zu und ist ein gesamtgesellschaftliches Problem.

  2. Es mag sich vielleicht unfair anhören, aber ich wünsche mir, dass den Fahrerinnen und Fahrern selbst die Retter fehlen! Weil die in einer nicht gebildeten Rettungsgasse festsitzen!

  3. geldstrafe zieht nicht. 6 monate führerscheinentzug und bei wiederholungstätern 12 monate – inkl mpu bei erstmaligen vergehen und auch wiederholten.

  4. 240 .- Euro, das schmerzt einige, . . . . . aber viele Arrogantische, überheblichen, in sich selbst verliebte im Mittelpunkt stehende Personen glauben überhaupt, das geht mich nix an . . . . Die Busse muss Vierstellig sein und am Anfang stehen die Zahlen 1 – 4 nirgends . . . . . . Auto beschlagnahmt, wie als Waffe, in anderen Ländern . . . . . . . . . minimum 6 Monate laufen, . . .im Wiederholungsfall verdoppelt sich das ganze . . . . . . . ICH WÜNSCHE ALL DENEN DIE ES NICHT FÜR NÖTIG HALTEN . . . . . . .EINE RETTUNGSGASSE ZU BILDEN . . . . das Sie selber einmal in einer solchen Situation stecken. . . . . . nur die Sirenen hören, . . . . aber lange, lange. . . . kommt keiner . .

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