Viernheim: In Stauende auf der A 6 gerast / zwei Tote und sechs Verletzte

Viernheim – Zwei Tote und fünf zum Teil schwerverletzte Personen sind die Bilanz eines Verkehrsunfalls, der sich am Freitagabend (09.06.) auf der Bundesautobahn 6 ereignete. Ein Sattelzug raste gegen 17.18 Uhr nahezu ungebremst auf ein Stauende -verursacht wegen einer Großbaustelle- auf und schob neun Fahrzeuge ineinander. Der 55-jährige Fahrer erlitt schwere Verletzungen. Jede Hilfe zu spät kam für zwei Frauen im Alter von 53 und 31 Jahren. Auf dessen Pkw, der ganz am Ende des Staus stand, fuhr der Lkw auf. Weiterhin wurden zwei Personen schwer und drei weitere leichtverletzt in umliegende Krankenhäuser transportiert.

Innerhalb kürzester Zeit waren eine Vielzahl von Rettungsmittel an der Einsatzstelle, darunter fünf Notärzte, zwölf Rettungswagen und ein Rettungshubschrauber. Teilweise mit schwerem Gerät mussten die Feuerwehren Viernheim und Mannheim arbeiten. Ein Starkregenschauer erschwerte zeitweise die Maßnahmen. Auch der Kranwagen der Berufsfeuerwehr Mannheim befand sich auf der A 6. Wie die Polizei weiter mitteilte, wurden alle beteiligten Fahrzeuge sichergestellt und abgeschleppt. Ein Sachverständiger befasste sich an der Örtlichkeit mit der Unfallrekonstruktion. Insgesamt entstand ein Sachschaden von rund 250.000 Euro. Erst um kurz nach 1 Uhr konnte die Fahrbahn in Richtung Kaiserslautern wieder für den Verkehr freigegeben werden.

Noch während die Bergungsarbeiten auf Hochtouren liefen, krachte es gegen 19.25 Uhr auf der Gegenfahrbahn. Nach Polizeiangaben fuhr ein 25-Jähriger aus Kaiserslautern kurz vor dem Autobahndreieck Viernheim auf ein Pkw auf. Hierbei wurde der Mann leicht verletzt und in ein Krankenhaus transportiert. Der Sachschaden beträgt etwa 5.500 Euro. Weil die Richtungsfahrbahn Mannheim kurzzeitig gesperrt werden musste, bildete sich ein Rückstau.

Bilder: Viernheimer Nachrichten
Text: Daniel Klier (FW MRN)

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